Herzrhythmusstörungen führen meist zu einer Störung des natürlichen Ablaufs der elektrischen Erregung der Herzmuskulatur. In der Folge ist oft der Herzschlag verändert. Das Herz schlägt dann z.B. zu schnell ("Tachykardie") oder zu langsam ("Bradykardie"), es kann unregelmässig schlagen ("Arrhythmie") oder mehr oder weniger lange Pausen erfahren ("Asystolie"). Dementsprechend unterschiedlich können die Symptome sein: Herzklopfen und Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel bis hin zur Bewußtlosigkeit, Unruhe, Übelkeit, Herzschmerzen, Angstgefühle....und viele Menschen nehmen ihre Rhythmusstörungen gar nicht wahr.

Es ist Aufgabe des Arztes, die Form der Rhythmusstörung zu bestimmen, um entscheiden zu können, ob sie harmlos oder gefährlich ist. Dies kann im Einzelfall kompliziert sein, da die Störungen häufig nur selten, z.B. einmal im Monat für wenige Sekunden, auftreten und beim Arztbesuch nicht mehr nachweisbar sind. Umso wichtiger ist ein sorgfältiges Patientengespräch, da die geschilderten Beschwerden wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Störung geben können. Aus diesen Informationen können sich dann weitere diagnostische Schritte ergeben (z.B. Langzeit-EKG, Event-Recorder, Provokationsmaneuver, elektrophysiologische Untersuchung) die zu einer Diagnose führen.

Ist die Rhythmusstörung erst diagnostiziert, kann entschieden werden, ob Therapien erforderlich sind. Diese reichen von Verhaltensmaßnahmen über Medikamenteneinnahmen bis hin zu Katheterverödungen, Schrittmacher- und Defibrillatorimplantationen sowie anderen Operationen. Die richtige Therapieform muss immer ausführlich mit dem Patienten besprochen werden und ist abhängig von der Gefährdung durch die Rhythmusstörung und die Beschwerden des Patienten.

Folgend sehen Sie ein Beispiel für eine elektrische Leitungsstörung im Herzen, die zu einer Pause der normalen Erregungsleitung führt und so durch eine kurze Minderdurchblutung im Gehirn eine Bewußtlosigkeit ("Synkope") zur Folge haben kann:



Folgend sehen Sie ein Beispiel für eine potentiell gefährliche Rhythmusstörung mit zu schnellem Herzschlag, ein sog. Kammerflattern:


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