Immer mehr Kinder mit angeborenen Herzfehlern können aufgrund der medizinischen Fortschritte ohne größere Beschwerden erwachsen werden. Oft handelt es sich um komplexe Herzerkrankungen wie Löcher zwischen den Herzkammern (Ventrikelseptumdefekt) oder den Vorhöfen (Vorhofseptumdefekt), verändertem Abgang der großen Gefäße aus dem Herzen (Fallot-Tetralogie, Transposition der großen Arterien), Herzklappenveränderungen (Stenosen, Insuffizienzen, Clefts) oder anderen anatomischen Veränderungen bis hin zum Herzen mit nur einer statt zwei Herzkammern (univentrikuläres Herz). Häufig sind schon in der Kindheit sehr aufwendige Korrektur-Operationen durchgeführt worden, die ein ganz normales Leben unter regelmäßigen Kontrollen ermöglichen. Es können sich aber auch eine Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und verschiedene andere Probleme entwickeln. Daher ist eine langjährige und vertrauensvolle Betreuung erforderlich. Dies wird in herausragender Weise durch die kinderkardiologischen Zentren in Deutschland gewährleistet. Für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) gibt es spezialisierte und zertifizierte Zentren, in denen Erwachsenenkardiologen mit Kinderkardiologen gemeinsam die weiterführenden Kontrollen durchführen. Dr. Rost hat an der Universität Erlangen eine solche Ambulanz mit den Kollegen der Kinderkardiologie betreut und steht Ihnen gerne bei Fragen rund um das Thema "angeborene Herzfehler" zur Verfügung.